Detaillierte Wärmebrückenberechnung

Wärmebrückenberechnung nach DIN 4108 Beiblatt 2

Wärmeverluste präzise bewerten & Förderpotenziale ausschöpfen

Referent

Peter Schoofs

Zielgruppe

Energieberater/-innen

Inhalt

Die Anforderungen an energieeffiziente Gebäude steigen stetig – sowohl durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) als auch durch die Anforderungen aktueller und zukünftiger Förderprogramme. Damit gewinnt die detaillierte Wärmebrückenberechnung zunehmend an Bedeutung, insbesondere wenn es darum geht, Wärmeverluste präzise zu bewerten, Fördervorgaben einzuhalten und wirtschaftliche Sanierungslösungen zu entwickeln.

 

Während sich der Wärmebrückenzuschlag über den Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Beiblatt 2 bereits reduzieren lässt, bietet die detaillierte Berechnung einzelner Wärmebrücken oft noch deutlich größere Potenziale. In der Praxis können dadurch Fördermittel optimiert, energetische Nachweise verbessert oder sogar Dämmstärken wirtschaftlich reduziert werden. Besonders im Rahmen des erweiterten Gleichwertigkeitsnachweises sowie bei Förderanträgen ist eine detaillierte Berechnung häufig unverzichtbar.

 

Dieser Lehrgang eignet sich zudem ideal als Grundlage für einen erweiterten Gleichwertigkeitsnachweis. Insbesondere in Fällen, in denen eine Wärmebrücke nicht eindeutig zugeordnet oder saniert werden kann, bietet er die Möglichkeit, diese gezielt detailliert zu berechnen. Auf dieser Basis kann anschließend ein erweiterter Gleichwertigkeitsnachweis fachgerecht erstellt werden.

 

In diesem Lehrgang vertiefen Sie Ihr Verständnis für das komplexe Themenfeld der Wärmebrücken und lernen, diese fachgerecht zu bewerten und eigenständig zu berechnen. Aufbauend auf den Grundlagen werden Sie Schritt für Schritt in die praktische Anwendung eingeführt und arbeiten intensiv mit der Software PSI-Therm.

 

Neben den bauphysikalischen Hintergründen lernen Sie, Wärmebrücken nach DIN 4108 Beiblatt 2 zu bewerten, Referenzprofile anzuwenden und reale Produktdaten korrekt in die Berechnung einzubinden. Durch zahlreiche Übungsaufgaben entwickeln Sie Sicherheit im effizienten Umgang mit der Software, erkennen typische Fehlerquellen und lernen, wie sich Wärmebrücken gezielt optimieren lassen.

 

Inhalte des Lehrgangs

  • Grundlagen der Wärmebrückenberechnung und bauphysikalische Zusammenhänge
  • Datenaufnahme und Bewertung von Wärmebrücken im Bestand
  • Besonderheiten und typische Problemstellen in der Praxis
  • Einordnung in die aktuelle Förderlandschaft
  • Einführung in die Software PSI-Therm
  • Detaillierte Berechnung mit Referenzprofilen und realen Produktwerten
  • Praxisnahe Beispielaufgaben und Übungen
  • Erstellung von Dokumentationen und Auswertungen

 

Ihr Mehrwert

Nach dem Lehrgang sind Sie in der Lage, Wärmebrücken eigenständig zu bewerten und detailliert zu berechnen, den erweiterten Gleichwertigkeitsnachweis sicher einzuordnen und Berechnungen fachgerecht in Förderprojekten einzusetzen. Damit schaffen Sie eine fundierte Grundlage für präzisere Energieberatungen, wirtschaftlichere Sanierungskonzepte und rechtssichere Nachweise.

 

Empfohlene Vorkenntnisse

Für den optimalen Lernerfolg empfehlen wir die vorherige Teilnahme am Lehrgang „Luftdichtheitskonzept / Wärmebrückenkonzept – Schwachstellen an der Gebäudehülle“. Der vorliegende Lehrgang baut auf den dort vermittelten bauphysikalischen Grundlagen auf und vertieft die praktische Bewertung sowie detaillierte Berechnung von Wärmebrücken.

 

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Teilnehmer

Mindestens 10, maximal 24 Teilnehmer

  • Ort

    Schornsteinfeger-Akademie

  • Dauer

    24 UE - 9:00 bis 16:30 Uhr

  • Kosten

    Lehrgangskosten unterliegen der Umsatzsteuerbefreiung gem. § 4 Nr. 21 a (bb) UstG